MRI-Forschungsprojekt zur mikrobiologischen Qualität frischer pflanzlicher Produkte

(Bonn, 11. Juni 2019) Das Max Rubner Institut (MRI) hat in einem Forschungsprojekt die mikrobiologische Qualität frischer pflanzlicher Produkte und das Vorkommen von humanpathogenen Bakterien untersucht. Die Forscher kamen hierbei unter anderem zu dem Ergebnis, die mikrobiologische Qualität verzehrfertiger Mischsalate sei „ungenügend“. Diese seien im Vergleich zu den anderen in der Studie untersuchten Produkten am höchsten mit humanpathogenen Bakterien belastet. Da Verbraucher den verzehrfertigen Salat zudem nicht waschen, schälen oder erhitzen würden, werde die Belastung auch nicht verringert.

Das MRI empfiehlt in seinem Bericht, verzehrfertige, abgepackte Mischsalate bei max. 4 °C zu lagern, die Lagerungsdauer so kurz wie möglich zu halten, die Salate nach Öffnen der Verpackung vollständig zu verzehren und statt eines Mindesthaltbarkeitsdatums ein Verbrauchsdatum zu deklarieren.

Wir nehmen dies zum Anlass, einmal mehr darauf hinzuweisen, dass der natürliche Keimgehalt von Salaten gerade bei der industriellen Verarbeitung durch den besonders gründlichen Waschvorgang so niedrig wie möglich gehalten wird. Sämtliche Produktionsvorgänge und der Transport erfolgen bei der industriellen Herstellung in Kühlung, das Abpacken findet unter Schutzatmosphäre statt. Damit sind die hygienischen Bedingungen fertiger Salate optimal.

Vergleichbare Bedingungen sind bei der frischen Zubereitung von Salat im Haushalt nicht immer zu erreichen. Wird ein Salat nach der Ernte ungekühlt transportiert, im Handel ungekühlt angeboten und vom Käufer ungekühlt nach Hause gebracht, dürfte er eine problematischere Keimvita aufweisen, als fertig zubereiteter Salat. Hinzukommt die oft nicht ausreichend beachtete Küchenhygiene bei der heimischen Zubereitung.

Ob selbst zubereitet oder industriell: natürliche Lebensmittel wie Salat können weder in einen keimfreien Zustand versetzt, noch eine Vermehrung der Keime gänzlich verhindert werden. Diesem Wissen tragen die Hersteller mit der Vergabe eines Verbrauchsdatums Rechnung, was – anders als vom MRI offenbar vermutet – in diesem Bereich Standard ist. Bei der Festlegung des Datums orientieren sich die Hersteller an der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie.

Wenn Verbraucher die Kühlkette beim Transport nach Hause nicht länger als nötig unterbrechen, die auf der Packung angegebenen Aufbewahrungshinweise und das Verbrauchsdatum beachten, steht dem ungetrübten Genuss eines Fertigsalats nicht im Wege.

Pressekontakt:

Kulinaria Deutschland e. V.
Laura Winter-Gierlich
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Folgen der Hitzewelle: Lieferprobleme in der Salat- und Gemüseproduktion dauern an

(Bonn, 4. September 2018) Auch wenn der Spätsommer zu „Normalmaß“ zurückgefunden hat, wirkt sich die lange Dürrezeit insbesondere in den deutschen, französischen, italienischen und polnischen Produktionsgebieten aus. Hersteller im Fresh-Cut-Bereich berichten bei Salat von hitzebedingten Ernteausfällen von bis zu 70 Prozent. Das Fresh-Cut-Segment wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2019 von den Folgen der Hitzewelle betroffen sein.

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Hitzewelle in Europa: Lieferengpass im Fresh-Cut Segment

(Bonn, 9. August 2018) Die Hersteller von abgepackten Salaten und Salatmischungen (Fresh-Cut Segment) kämpfen aktuell mit erheblichen Beschaffungsproblemen. Die andauernde Hitzewelle in Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland führt zu Lieferschwierigkeiten in der Salat- und Gemüseproduktion. Bei fast allen Rohwaren sind aktuell nur etwa zwei Drittel der üblichen Mengen verfügbar. Mit einer Entspannung dieser kritischen Beschaffungssituation rechnen die Hersteller gegen Mitte September. Die Salathersteller setzen alles daran, in Zusammenarbeit mit allen europäischen Lieferanten ihre beliebten Produkte in gewohnt hoher Qualität bereitstellen zu können.

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Zum Einsatz von Glyphosat im Salatanbau

(Bonn, 21. Juli 2016) Der Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat ist, ausgelöst durch seine Einstufung als möglicherweise kanzerogen durch die IARC, eine der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angegliederte Institution, stark in die Kritik geraten. Gegenteilige Bewertungen durch das für Pestizidbeurteilung zuständige Gremium der WHO, The Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues, das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und andere Behörden weltweit haben hieran in der öffentlichen Wahrnehmung kaum etwas geändert. Weiterlesen

Kein (Keim-) Problem – Öko-Test untersucht abgepackte Mischsalate

(Bonn, 30. Januar 2015) Das Magazin Öko-Test hat in seiner aktuellen Ausgabe die Ergebnisse einer Untersuchung von abgepackten Mischsalaten vorgelegt und hierbei zwei von drei untersuchten Produkten beanstandet. Laut Prüfbericht wurden verschiedene Pflanzenschutzmittel nachgewiesen und in den Packungen „zu viele“ Keime gefunden.

Öko-Test erwähnt wichtige Fakten nur am Rande, die jedoch für eine sachliche Beurteilung der von Öko-Test beschriebenen „Schadstoffgeschichte“ von erheblicher Bedeutung sind: Weiterlesen