Tomatenketchup: „Liebe auf den ersten Klecks“

Tomatenketchup: „Liebe auf den ersten Klecks“

(Bonn, 2. Mai 2019): Die Stiftung Warentest hat 19 Tomatenketchups untersucht und bestätigt, was wir schon vorher wussten: die Qualität macht Appetit auf mehr.

Die Prüfer nahmen die Ketchups gründlich unter die Lupe. Neben dem sensorischen Urteil spielten vor allem die Herkunft der Rohstoffe, die chemische und mikrobiologische Qualität, Schadstoffe oder die Verpackung eine wichtige Rolle.

Bestnoten erhielten alle getesteten Produkte für ihre mikrobiologische Qualität: sämtliche Ketchups schnitten hier „sehr gut“ ab. Die Prüfung auf Schadstoffe (Pflanzenschutzmittel, Schimmelpilzgifte, Schwermetalle und Arsen sowie Solanin und Tomatin) ergab keine Auffälligkeiten. Auch die Verpackungen gefielen den Prüfern: bewertet wurden diese durchweg mit „gut“ oder „sehr gut“.

Aus Sicht von Kulinaria Deutschland erfreulich: die Stiftung erwähnt zwar den sonst gerne kritisierten Zuckergehalt, weist jedoch selbst darauf hin, dass Ketchup meist nur in kleinen Portionen verzehrt wird und man „den Klecks ins Verhältnis setzen“ muss: Andere gezuckerte Lebensmittel und fettiges Essen würden deutlich mehr zum Zucker- und Kalorienkonto beitragen.

Die Bewertung der sensorischen Eigenschaften der Tomatenketchups offenbart einmal mehr, dass sich über Geschmack nicht streiten lässt. Die Tester beurteilten vermeintlich dominante Essig- oder Tomatenmarknoten negativer – selbst bei populären Ketchups, die vonseiten der Verbraucher also viel Zuspruch erfahren. Positiv bleibt: Bei der durchweg guten Qualität können Verbraucher guten Gewissens selbst testen, bis sie „ihr“ Ketchup gefunden haben.

 

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Kulinaria Deutschland e. V.
Laura Winter-Gierlich
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Wechsel in der Hauptgeschäftsführung der Verbände Kulinaria Deutschland, Fachverband der Gewürzindustrie und Deutscher Verband der Hefeindustrie

(Bonn, 20.12.2018) Rechtsanwalt Dr. Markus Weck (44) ist ab 1. Januar 2019 Hauptgeschäftsführer der Verbände Kulinaria Deutschland, Fachverband der Gewürzindustrie und Deutscher Verband der Hefeindustrie. Zugleich übernimmt er als Generalsekretär die Leitung des europäischen Branchenverbandes Culinaria Europe. Er tritt die Nachfolge von Dirk Radermacher (66) an, der zum Jahresende 2018 nach 32-jähriger Verbandstätigkeit in den Ruhestand tritt.

Weck ist seit 2004 Mitglied der Verbandsgeschäftsführung und seit 2008 Geschäftsführer im Fachverband der Gewürzindustrie, der die Interessen von rund 80 Gewürz verarbeitenden Unternehmen in Deutschland vertritt. Seit 2009 ist er auch Geschäftsführer im Verband Kulinaria Deutschland, in dem rund 130 industrielle Hersteller von Feinkost, Suppen, Soßen, Essig, Senf und Desserts organisiert sind. Für den Deutschen Verband der Hefeindustrie, die Interessenvertretung der Backhefehersteller in Deutschland, ist er seit 2004 als Rechtsanwalt tätig.

Frau Rechtsanwältin Laura Winter-Gierlich (39) ist ab 1. Januar 2019 zur Geschäftsführerin im Verband Kulinaria Deutschland und im Fachverband der Gewürzindustrie bestellt. Sie ist seit 2014 Mitglied der Verbandsgeschäftsführung.

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Dr. Markus Weck
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BVL zu Feinkostsalaten in Krankenhäusern und Pflegeheimen: pauschale Verunsicherung

(Bonn, 11.12.2018) Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) weist in einer aktuellen Pressemitteilung vom 06.12.2018 darauf hin, dass viele Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime ihre Patienten und Heimbewohner beim Essen unnötigen gesundheitlichen Risiken aussetzen: „Oft stehen risikobehaftete Lebensmittel wie Feinkostsalate […] auf dem Speiseplan.“ Diese gehörten zu den Lebensmitteln, die mit Keimen belastet sein und somit bei empfindlichen Personengruppen schwere Infektionskrankheiten auslösen könnten.

Quelle dieser Einschätzung ist offenbar ein Merkblatt des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), in welchem aber gar nicht davon abgeraten wird, Feinkostsalate an empfindliche Personengruppen abzugeben. Das BfR weist lediglich – zutreffend – darauf hin, dass in Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen die Weiterverwendung überschüssig produzierter Speisen nur in Betracht komme, „wenn die Speisen während der Zwischenlagerung nicht nachteilig beeinflusst und die Temperaturanforderungen an das Kühlen, Garen und Heißhalten nachweislich eingehalten wurden. Am Ende des Produktionstags sind Feinkostsalate und Cremespeisen, einschließlich Kuchen mit nicht durchgebackenen Cremefüllungen und sahnehaltige Konditoreiprodukte auf jeden Fall zu entsorgen.“

„Produktionstag“ ist hier das Stichwort: Das BfR bezieht sich ausdrücklich auf in der Einrichtung selbst hergestellte Feinkostsalate. Leider macht sich das BVL nicht die Mühe, diese Information in seiner Pressemitteilung mitzuliefern. Stattdessen werden Feinkostsalate pauschal als potenziell keimbelastet dargestellt, ohne zu differenzieren: Geht es um tagesaktuell servierte Lebensmittel oder um überschüssig produziertes Essen, das unsachgemäß aufbewahrt und dann wieder aufgetischt wird? Handelt es sich um Produkte, die in der Einrichtung zubereitet werden oder um Fertiggerichte? So dürfen industriell gefertigte Feinkostsalate, die in der Regel kühlpflichtig und auch nach dem Öffnen noch mehrere Tage haltbar sind, überhaupt nur dann in den Verkehr gebracht werden, wenn sie den Anforderungen der Lebensmittelsicherheit entsprechen. Da es sich im Allgemeinen nicht um mikrobiologisch besonders empfindliche Produkte handelt, sind sie in der Regel mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum und nicht mit einem Verbrauchsdatum versehen. Bei sachgemäßer Aufbewahrung und Verwendung handelt es sich schon von vornherein nicht um „risikobehaftete Lebensmittel“.

Diese Differenzierungen darf das BVL nicht einfach unter den Tisch fallen lassen, denn hierin liegt die eigentlich wichtige Aussage für Verbraucher: Nicht das Essen ist das Problem, sondern allenfalls der Umgang damit.

Würde die Warnung des BVL konsequent umgesetzt, müssten Feinkostsalate – gleich ob selbst hergestellt oder industriell vorgefertigt – von vielen Speiseplänen in Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung verschwinden. Dies ist bei industriell hergestellten Produkten zum Schutz empfindlicher Personengruppen nicht erforderlich. Auch selbst hergestellte Feinkostsalate sind bei Beachtung der oben zitierten Vorsichtsmaßnahmen kein Grund zur Besorgnis.

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Dr. Markus Weck, Geschäftsführer, Kulinaria Deutschland e.V., Reuterstraße 151, 53113 Bonn
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Meerrettich: erhebliche Verknappung der Rohware durch Minderernte

(Bonn, 14. November 2018) Die Meerrettichernte hat begonnen und bereits jetzt sind die Folgen der Sommerhitze absehbar – Krenbauern und Weiterverarbeiter berichten von starken Einbußen.

Die Meerrettichernte fällt in diesem Jahr deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Grund dafür ist der heiße und vor allem trockene Sommer. Die Meerrettichstangen sind kleiner und leichter als sonst.

Auf die Ernteerträge wirkt es sich neben den extremen Witterungsbedingungen zusätzlich negativ aus, dass in diesem Jahr weniger Meerrettich angebaut wurde – teils, weil die Anbauflächen wegen der umfangreichen Ernte im Vorjahr reduziert worden waren, teils, weil andere Kulturen wie z.B. Mais den Landwirten als lukrativere Einnahmequelle erschienen.

Im europäischen Hauptanbaugebiet in Ostungarn wird eine Minderernte von etwa 45 % erwartet. Weiterverarbeiter sind bereits heute mit Preissteigerungen bei der Rohware von bis zu 100 % konfrontiert.

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Dirk Radermacher
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Folgen der Hitzewelle: Lieferprobleme in der Salat- und Gemüseproduktion dauern an

(Bonn, 4. September 2018) Auch wenn der Spätsommer zu „Normalmaß“ zurückgefunden hat, wirkt sich die lange Dürrezeit insbesondere in den deutschen, französischen, italienischen und polnischen Produktionsgebieten aus. Hersteller im Fresh-Cut-Bereich berichten bei Salat von hitzebedingten Ernteausfällen von bis zu 70 Prozent. Das Fresh-Cut-Segment wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2019 von den Folgen der Hitzewelle betroffen sein.

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Hitzewelle in Europa: Lieferengpass im Fresh-Cut Segment

(Bonn, 9. August 2018) Die Hersteller von abgepackten Salaten und Salatmischungen (Fresh-Cut Segment) kämpfen aktuell mit erheblichen Beschaffungsproblemen. Die andauernde Hitzewelle in Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland führt zu Lieferschwierigkeiten in der Salat- und Gemüseproduktion. Bei fast allen Rohwaren sind aktuell nur etwa zwei Drittel der üblichen Mengen verfügbar. Mit einer Entspannung dieser kritischen Beschaffungssituation rechnen die Hersteller gegen Mitte September. Die Salathersteller setzen alles daran, in Zusammenarbeit mit allen europäischen Lieferanten ihre beliebten Produkte in gewohnt hoher Qualität bereitstellen zu können.

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Warum Sie auch bei Hitze nicht auf fertige Blattsalate verzichten müssen

(Bonn, 11. Juli 2018) Steigen die Temperaturen, stellen sich Verbraucher oft die Frage, ob der Verzehr fertiger Blattsalate genauso sicher ist, wie in der kälteren Jahreszeit. Medienberichte sorgen hier zusätzlich für Verunsicherung, wenn vor vermeintlichen „Keimschleudern“ gewarnt und auf die Risiken mikrobieller Kontamination hingewiesen wird.

Richtig ist: Salat verlangt unabhängig von den Außentemperaturen nach einem sachgerechten Umgang – wie jedes Lebensmittel. Weiterlesen

Berichterstattung zu Bisphenol A in Konserven

In einem tendenziösen Fernsehbeitrag vom 21. Februar 2018 hat das ARD-Magazin plusminus über das Vorhandensein von Bisphenol A (BPA) in Lebensmitteln berichtet und dabei einen starken Fokus auf die Innenbeschichtung von Konservendosen gelegt. Der Beitrag hat bei Verbrauchern für Verunsicherung gesorgt und zu Nachfragen bei Mitgliedsunternehmen geführt.

Aus unserer Sicht werden in dem Beitrag wesentliche Fakten unterschlagen oder in einem unzutreffenden Zusammenhang dargestellt: Weiterlesen

Vorsicht, Sommerloch: FOCUS fällt auf Warnung vor „gefährlichem Hormongift“ im Essen herein

(Bonn, 24. August 2017) Das Nachrichtenmagazin FOCUS berichtet online über eine Untersuchung von Konserven, die der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) durchgeführt hat. Hierbei wurden 26 Stichproben von Konserven verschiedener Handelsunternehmen genommen. 14 der Proben seien mit Bisphenol A (BPA) belastet gewesen. Dem BUND zufolge könne BPA „laut diverser Studienergebnisse bereits in geringen Mengen das Hormonsystem stören“ und zu schweren Krankheiten führen. Weiterlesen