Meerrettich: weiterhin erhebliche Verknappung der Rohware / Preise weiterhin auf Allzeithoch

(Bonn, 04.11.2019) Die Meerrettich-Ernte hat begonnen, Anbauer und Verarbeiter berichten von einem anhaltenden, extrem hohen Preisniveau.

Zu Beginn der neuen Ernte im Oktober 2019 ist bei den Preisen für die Meerrettich-Rohware weiterhin keine Entspannung in Sicht.

Wie bereits im vergangenen Jahr mitgeteilt, stiegen die Preise für die Meerrettich-Rohware im europäischen Hauptanbaugebiet Ostungarn zur Ernte im Oktober 2018 aufgrund der extremen Sommerhitze bereits um 100 %; die Minderernte betrug ca. 45 %. Durch diese Verknappung weisen die Rohwarenläger der weiterverarbeitenden Industrie keine Reserven mehr auf.

Im Frühjahr 2019 wurde etwa 10 % mehr angebaut, aufgrund der Ernteausfälle in 2018 fehlte es jedoch an Setzlingen, um ausreichend mehr anbauen zu können.

Das diesjährige Wachstum der Pflanzen liegt aufgrund des wiederum trockenen Sommers deutlich hinter den Erwartungen und dem Bedarf zurück. Ferner sind auch Ernteausfälle wie z.B. in Polen oder den USA zu beklagen; zudem mussten bereits vor dem Erntebeginn einige Felder frühzeitig und noch nicht vollständig ausgereift abgeerntet werden.

Folge ist eine Angebotsknappheit; die Preise für die Rohware liegen bereits zu Erntebeginn 2019 erkennbar über dem Vorjahresniveau. Diese Verteuerung der Rohware kann von den Herstellern nicht mehr ausgeglichen werden.

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