Folgen der Hitzewelle: Lieferprobleme in der Salat- und Gemüseproduktion dauern an

(Bonn, 4. September 2018) Auch wenn der Spätsommer zu „Normalmaß“ zurückgefunden hat, wirkt sich die lange Dürrezeit insbesondere in den deutschen, französischen, italienischen und polnischen Produktionsgebieten aus. Hersteller im Fresh-Cut-Bereich berichten bei Salat von hitzebedingten Ernteausfällen von bis zu 70 Prozent. Das Fresh-Cut-Segment wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2019 von den Folgen der Hitzewelle betroffen sein.

Mit der Bereitstellung frischer Salate in gewohnt hoher Qualität rechnen die Verarbeiter deshalb nicht vor Mitte September.

 

Bei Rohwaren wie Möhren und Weißkraut wird die verarbeitende Industrie sogar bis zum Beginn des kommenden Jahres mit den umfangreichen Ernteausfällen konfrontiert sein. Wegen der Hitze und geringer Erträge wurde häufig schon vor dem sonst üblichen Zeitpunkt geerntet, die jetzigen „Herbstsätze“ wachsen langsamer, was zu weiteren Versorgungsengpässen bis mindestens Mitte September führt. Hinzu kommt, dass die Hitze bei vielen Rohwaren sogenannte „innere Verbrennungen“ verursacht hat. Das erschwert die Verarbeitung z.B. von Salat zusätzlich. Die Salatköpfe müssen größtenteils manuell blattweise sortiert werden. In der Folge sind die Ernteerträge geringer und auch die Ausbeute im Verarbeitungsprozess sinkt stark.

 

Die in Kulinaria Deutschland e. V.  zusammengeschlossenen Hersteller von Fresh-Cut-Erzeugnissen arbeiten mit Unterstützung ihres gesamten Lieferantennetzes und unter Hochdruck daran, ihre Produkte in gewohnt hoher Qualität und ausreichender Menge liefern zu können.

 

Kontakt:

RAin Laura Winter-Gierlich

Kulinaria Deutschland e.V.

Tel.: 0228-212017

Fax: 0229-229460

E-Mail: winter-gierlich@verbaendebuero.de